Rauchstopp stärkt die Psyche


Nach 7 Wochen Abstinenz oben auf
Rauchstopp stärkt die Psyche

Der Verzicht auf Zigaretten verbessert nicht nur die körperliche Gesundheit – auch die Stimmungslage steigt langfristig an. Darauf weisen die Lungenärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) hin.

Exraucher weniger gestresst als Raucher

Ein britischer Forscherverbund untersuchte in einer Meta-Analyse 26 Studien, die sich mit der psychischen Gesundheit von Patienten vor und nach einem konsequenten Rauchstopp beschäftigt haben. Die Forscher analysierten das Auftreten von Angst, Depression und Stress ab sieben Wochen bis zu neun Jahre nach Abstinenzbeginn.

Das Ergebnis: „Gefühle der Angst, Depression und Stress treten bereits sieben Wochen nach einem Rauchstopp deutlich seltener auf als bei Studienteilnehmern, die weiterrauchen. Gleichzeitig steigen positiver Affekt und Stimmungslage bei Nikotin-Abstinenten langfristig und erreichen eine insgesamt größere psychische Lebensqualität im Vergleich zu Rauchern, die einen Rauchstopp nicht schaffen“, berichtet Dr. Thomas Hering, Vorstandsmitglied des BdP und Lungenfacharzt in Berlin.

Nikotin überreizt das Gehirn

„Viele Raucher glauben fälschlicherweise, sie könnten durch Zigarettenrauchen Stress lindern und ihre Stimmung verbessern. Doch in Wahrheit scheint genau das Gegenteil der Fall zu sein! Das liegt daran, dass chronischer Tabakkonsum die Signalübermittlung an den Nikotin-sensiblen Bindungsstellen im Gehirn langfristig verändert“, erläutert Dr. Hering. Ein plötzlicher Verzicht auf das gewohnte Nikotin führt bei Nikotinabhängigen daher zu Entzugserscheinungen wie schlechter Stimmung, Gereiztheit und Angstgefühlen. Viele greifen daher wieder zum Glimmstängel.

Den Teufelskreis durchbrechen

„Sobald aber dieser Teufelskreis durch einen konsequenten Rauchstopp durchbrochen wird und der Nikotinentzug erfolgreich überwunden ist, überwiegen den Forschern zufolge bei Exrauchern die positiven Auswirkungen auf ihre Psyche“, betont Dr. Hering. „Anzeichen von innerem Stress werden mit dem schwindenden Bedürfnis zu rauchen immer seltener, so dass letztendlich auch äußerem Stress besser begegnet werden kann, zumal die Betroffenen einfach besser drauf sind.“

Viele Haus- und Lungenärzte unterstützen und begleiten aufhörwillige Raucher bei der Tabakentwöhnung. Die höchsten Abstinenzraten erzielen mittel- und langfristig die medikamentös gestützten Raucherentwöhnungsprogramme in Kombination mit verhaltenstherapeutischen Selbstkontrollen.

News

Statine zur Vorbeugung
Statine zur Vorbeugung

Im Alter keine Vorteile

Statine senken den Cholesterinspiegel und beugen so Herzinfarkten und Schlaganfällen vor. Viele Menschen nehmen sie über Jahre ein. Doch macht die Einnahme auch im höheren Alter immer Sinn?   mehr

Erkältungssäfte sicher anwenden
Erkältungssäfte sicher anwenden

Vergiftungsgefahr für Kleinkinder

Pseudoephedrin ist hilfreich bei Erkältungen, kann aber bei falscher Anwendung Vergiftungen verursachen. Eine Auswertung deutscher Giftinformationszentren zeigt: Besonders häufig betroffen sind Kinder unter sechs Jahren.   mehr

Lange Essenspausen bei Älteren
Lange Essenspausen bei Älteren

Gesund oder schädlich?

Intervallfasten gilt als gesund – doch für ältere Menschen könnte das anders aussehen. Eine schwedische Studie zeigt: Wer besonders lange Essenspausen machte, entwickelte über die Jahre schneller chronische Erkrankungen.   mehr

Tipps für die Tabletten-Einnahme
Tipps für die Tabletten-Einnahme

Kopf vor oder nach hinten?

Manche Menschen haben keine Probleme damit, Tabletten zu schlucken – für andere ist es eine Qual. Ein Experte gibt Tipps, wie es bei der Einnahme von Kapseln, Tabletten & Co. besser flutscht und wodurch die Arznei schneller wirkt.   mehr

Kopfschmerz-Typen besser erkennen
Frau mit Kopfschmerzen hält sich Nacken und Stirn.Von Kopfschmerzen gibt es verschiedene Typen.

Migräne, Spannung oder Hirnblutung?

Mehr als ein Drittel der erwachsenen Deutschen leidet mindestens einmal im Monat unter Kopfschmerzen. Doch häufig wissen Patient*innen nicht, welcher Kopfschmerz-Typ sie eigentlich plagt. Erfahren Sie das Wichtigste über 3 häufige Arten und wann Kopfschmerzen ein Alarmsignal sind.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Georg-Apotheke
Inhaberin Gabriele Tittmann
Telefon 034461/2 24 05
Fax 034461/2 41 80
E-Mail tittmann-g@web.de