Fieberalarm beim Baby


Vorsicht ist besser als Nachsicht
Fieberalarm beim Baby

Fieber ist vor allem bei Babys unter drei Monaten ein ernstes Thema. Steigt die Körpertemperatur des Kindes auf 38 °C, sollten Sie handeln. Lieber einmal zu viel zum Arzt gehen, rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).
Warnsignale richtig deuten
Bei gesunden Kindern liegt die Körpertemperatur in einem Bereich zwischen 36,5° und 37,5 °C. Bemerken Eltern einen Anstieg der Körpertemperatur, ist ein Arztbesuch sinnvoll. Das gilt vor allem bei Babys unter drei Monaten. „In diesem Alter ist das Immunsystem noch nicht richtig entwickelt und kann Infektionen kaum abwehren“, warnt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin und Pressesprecherin des BVKJ. Deshalb lieber einmal zu oft zum Arzt.

In den meisten Fällen lösen Infektionen die Fieberschübe aus. Auch ein zu dick eingepacktes Kind reagiert mit erhöhter Körpertemperatur. Dehydration, also Austrocknung, führt bei Babys ebenfalls zu Fieber. Achten Sie als Eltern auf weitere Warnsignale. „Wirkt das Baby unruhig, schlapp und teilnahmslos, lässt es sich nicht füttern, atmet schwer, entwickelt es einen Ausschlag oder erbricht mit oder ohne Durchfall, sollten Eltern mit ihm immer rasch einen Kinder- und Jugendarzt aufsuchen“, rät Dr. Niehaus.

Fieber messen, aber richtig

Zum Fieber messen bei Kleinkindern eignen sich batteriebetriebene Digitalthermometer. Sie enthalten im Unterschied zum Glasthermometer kein giftiges Quecksilber. Ein Signalton gibt die exakte Messdauer an. Messen Sie Fieber am besten rektal, also im Po Ihres Kindes. Das liefert die genausten Ergebnisse. Dazu das Baby auf den Rücken legen und seine Beine anheben. Vaseline oder Babycreme auf der Spitze des Thermometers erleichtern das Einführen.

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