Schuppenflechte fördert Diabetes


Hautkrankheit beeinflusst Fettzellen
Schuppenflechte fördert Diabetes

Menschen mit Schuppenflechte haben es schwer. Es quält sie ein Juckreiz und entzündete Haut. Doch damit nicht genug – die entzündungsfördernden Substanzen steigern die Insulinproduktion. Deshalb erkranken Betroffene häufiger an Diabetes, wie US-amerikanische Forscher berichten.

Nicht nur ein Hautproblem

Schuppenflechte, im Fachjargon Psoriasis, zählt zu den Autoimmunerkrankungen. Bei denen verhält sich der Körper feindlich gegenüber eigenen Substanzen. Im Fall der Schuppenflechte reagiert er mit Entzündungen der Hautoberfläche. Doch immer mehr Studien weisen nach, dass die Erkrankung nicht nur die Haut betrifft. So haben Menschen mit Schuppenflechte beispielsweise ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt.

Wissenschaftler der UC Davis Universität verglichen 27 Studien mit Diabetes-Patienten und stellten fest, dass Schuppenflechte unter Zuckerkranken ungewöhnlich weit verbreitet ist. Als Verursacher in Verdacht: Zytokine, entzündungsauslösende Substanzen, die die Fettzellen bei Schuppenflechte produzieren. Zytokine erhöhen die Insulinresistenz in der Leber und der Muskulatur. Dadurch produziert der Körper mehr Insulin. Dieser Inuslin-Überschuss zerstört mit der Zeit die Zellen in den insulinproduzierenden Bauchspeicheldrüsen. Die Folge ist Diabetes Typ-2.

Wachsam sein

Die Studienleiterin April Armstrong rät Menschen mit Schuppenflechte deshalb zu vermehrten Blutzuckerkontrollen, um Diabetes früh erkennen und behandeln zu können: „Wir haben einen klaren Zusammenhang zwischen Diabetes und Schuppenflechte gefunden. Patienten sollten sich des erhöhten Diabetesrisikos bewusst sein und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchführen.“

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