Eisenmangel bei Schülerinnen


Ernährung und Menstruation als Faktoren
Eisenmangel bei Schülerinnen
mauritius images / Westend61 / Rainer Berg
Eisenmangel kann die Ursache für Müdigkeit sein

Schwedische Forschende haben die Ursache für Eisenmangel bei Schülerinnen untersucht. Dabei spielte auch die Ernährung eine große Rolle.

Müdigkeit und Schwäche

Eisenmangel macht sich durch Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und schwindende körperliche Leistungsfähigkeit bemerkbar. Auch depressive Verstimmungen können auftreten. Gerade in der Schule ist das ein Problem, lernt es sich doch schwer, wenn man müde ist. Forschende vom schwedischen Karolinska-Institut haben nun untersucht, wie häufig Eisenmangel bei Schülerinnen ist und welche Rolle die Ernährung und die Periodenblutung dabei spielt.

Eisenmangel häufig

Für die Studie wurden knapp 400 Schülerinnen ab 15 Jahren befragt. Durch Blutproben wurde zusätzlich der Eisenspiegel in Blut gemessen. Dabei fiel auf: Etwa 40 % der Schülerinnen hatten einen Eisenmangel. Doch was waren die Ursachen? Dafür wurde diese Gruppe mit den Schülerinnen verglichen, die keinen Eisenmangel hatten.

Risiko durch Kombination

Die Forschenden konnten so herausfinden, dass eine starke Menstruationsblutung das Risiko für einen Eisenmangel um den Faktor 3 erhöht. Noch stärker war der Einfluss fleischarmer Ernährung. Schülerinnen, die wenig Fleisch essen, hatten ein 3,5 mal so hohes Risiko für Eisenmangel. Besonders stark steigt das Risiko, wenn starke Menstruationsblutung und fleischarme Ernährung zusammentreffen: Dann steigt das Risiko um das 13,5-fache. Das ist auch plausibel: Eisen wird vor allem in den roten Blutkörperchen benötigt. Durch die Menstruation verlieren Frauen mehr Eisen. Und in der Nahrung ist Eisen vor allem in Fleisch viel vorhanden.

Mangel ist behandelbar

Wer also an Müdigkeit oder Abgeschlagenheit leidet und dazu eine starke Menstruationsblutung hat oder sich fleischarm ernährt, sollte bei Gelegenheit seinen Eisenspiegel prüfen lassen. Möglicherweise ist ein Mangel der Grund für die Symptome. Mit einer ausgewogenen Ernährung oder mit Substitution lässt sich der Mangel dann in den Griff bekommen.  
Quelle: Frauenärzte im Netz 

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